Prisoners Voice Platform | Tutsakların Sesi Platformu
  • STARTSEITE
  • ÜBER UNS
  • PRESSE
    • ERKLÄRUNGEN
    • REPORTAGE
    • AKTIVITÄTEN
  • KONFERENZ 2025
  • GEFANGENE
    • ADRESSEN VON GEFANGENEN
    • BRIEFE
  • KONTAKT
  • BROSCHÜREN
  • TR | EN | FR
    • Türkçe
    • English
    • Français
No Result
View All Result
  • STARTSEITE
  • ÜBER UNS
  • PRESSE
    • ERKLÄRUNGEN
    • REPORTAGE
    • AKTIVITÄTEN
  • KONFERENZ 2025
  • GEFANGENE
    • ADRESSEN VON GEFANGENEN
    • BRIEFE
  • KONTAKT
  • BROSCHÜREN
  • TR | EN | FR
    • Türkçe
    • English
    • Français
Prisoners Voice Platform | Tutsakların Sesi Platformu
No Result
View All Result
Prisoners Voice Platform | Tutsakların Sesi Platformu
No Result
View All Result

GEGEN DAS VERSCHWINDENLASSEN AUF DIE STRAßE!

Aktion zu den „Internationalen Wochen gegen das Verschwindenlassen unter Haft“ vom 17. - 31. Mai 2026

GEGEN DAS VERSCHWINDENLASSEN AUF DIE STRAßE!

Am 20.05. versammelten sich rund 30 Personen in Berlin-Kreuzberg anlässlich den „Internationalen Wochen gegen das Verschwindenlassen unter Haft“.

Sie forderten das sofortige Wiederauftauchen aller Verschwundengelassenen und entlarvten das Verschwindenlassens als Methode bürgerlicher Staaten, die weltweit genutzt wird.

Dabei wurde unter anderem auf das Verschwindenlassen der beiden Journalist:innen Eva Maria Michelmann und Ahmet Polad eingegangen, die für über 90 Tage durch Kräfte der syrische Übergangsregierung verschleppt und verschwundengelassen wurden, bevor die syrische Übergangsregierung durch organisierten Druck der Initiative „Freiheit für Eva und Ahmet“ (früher „Wo sind Eva und Ahmet“) zugeben musste, dass sie die beiden Journalist:innen inhaftiert hat und seit über 100 Tagen in Isolationshaft unter Folter gefangen hält.

Mit Parolen wie „Freiheit für Eva, Freiheit für Ahmet“, „Hoch die internationale Solidarität“ und „Freiheit für alle politischen Gefangenen“ wurde die Kundgebung erfolgreich beendet.

Im Folgenden veröffentlichen wir die Erklärung von ICAD, dem „International Comitee Against Disappearances“ (dt. Internationales Komitee gegen das Verschwindenlassen).

 

Gegen das Verschwindenlassen auf die Straße!

Die Praxis des Verschwindenlassens unter Haft als Angriffsmethode der herrschenden Klassen gegen die gesellschaftliche Opposition, um ihre Ausbeutungs- und Unterdrückungssystem aufrechtzuhalten, dauert in vielen Ländern an. Während dieser Angriff des Verschwindenlassens unter Haft durch die herrschenden Klassen fortbesteht, setzt sich in vielen Ländern auch der Kampf der Angehörigen der Verschwundenen fort.

Kriege und Besatzungen, die im Dienste imperialistischer und kolonialer Interessen geführt werden, führen zur Entführung und dem Verschwindenlassen zehntausender Menschen. Ein aktuelles Beispiel ist die Entführungen und das Verschwindenlassen tausender Menschen in Syrien durch die faschistische HTS und deren Übergangsregierung, welche durch die Imperialisten an die Macht gebracht wurden. Das Schicksal tausender Menschen, die vom Regime in Damaskus in Syrien entführt wurden, bleibt weiterhin ungeklärt. Die Journalist:innen Eva Maria Michelmann und Ahmet Polad konnten nach einem zermürbenden, zwei Monate andauernden Kampf ausfindig gemacht werden. Beide Journalist:innen wurden insgesamt dreieinhalb Monate lang ohne jeglichen Kontakt und Information nach außen in Haft festgehalten.

Diese schmutzige Methode, die historisch in Deutschland und Argentinien, von der Türkei bis Sri Lanka, von Pakistan bis Irak, von Syrien bis Kolumbien, von Mexiko bis Belutschistan und von Ägypten bis Marokko angewandt wurde und in vielen Ländern immer noch angewandt wird, dient dazu, Unruhe und Angst in der Gesellschaft zu erzeugen. Indem Menschen, die sich aktiv gegen das System der Unterdrückung und Ausbeutung wehren unter Haft verschwunden gelassen werden und so die gesellschaftliche Opposition zum Schweigen gebracht wird, wird Angst geschürt.

Das Verschwindenlassen ist auch ein Angriff auf den organisierten Kampf der Arbeiter:innenklasse und dient dazu, die Interessen der Konzerne zu schützen.

In Ländern, in denen Angehörige von Verschwundenen, Menschenrechtsorganisationen, fortschrittliche und revolutionäre Kräfte durch gemeinsamen Kampf eine soziale Opposition gegen diese Methode des Staates entwickelt haben, konnte sie in erheblichem Maße zurückgeschlagen werden. Der jahrelange Kampf der Mütter des „Plaza de Mayo“ in Argentinien und der entschlossene Kampf der „Samstagsmütter“ in der Türkei sind in dieser Hinsicht lehrreich.

Trotz intensiver Bemühungen ist das Schicksal der überwiegenden Mehrheit der Verschwundenen noch immer nicht aufgeklärt. Das liegt daran, dass die Staaten, die dieses Mittel anwenden, dieses Verbrechen gegen die Menschlichkeit vertuschen und die Täter mit dem Panzer der Straflosigkeit schützen.

Deshalb ist es wichtig, den Kampf gegen den Angriff des Verschwindenlassens unter Haft weltweit fortzusetzen. Die Angehörigen der Verschwundenen und die Menschenrechtsverteidiger:innen sollten in ihrem Kampf gegen diesen Angriff nicht alleine gelassen werden, um das Schicksal der Verschwundenen aufzudecken und die Verantwortlichen vor Gericht zu stellen.

In der Türkei hat der Kampf der Samstagsmütter am 25. April 2026 seine 1.100. Woche erreicht. In Nordkurdistan – in Amed, Batman und Hakkari – sowie in Rojava – in Qamischli, Heseke und Kobane – dauert der Kampf der Angehörigen der Verschwundenen an. Auch in Mexiko und in Belutschistan setzt sich der Kampf der Angehörigen der Verschwundenen fort.

Wir begrüßen die Angehörigen der Verschwundenen, die Samstagsmütter, die gegen das Verschwindenlassen unter Haft kämpfen, und erklären uns solidarisch mit ihnen.

Wir rufen alle revolutionären und demokratischen Organisationen und Einzelpersonen dazu auf, während der „Internationalen Wochen gegen das Verschwindenlassen unter Haft“ von 17. bis 31. Mai auf die Straße zu gehen, ihre Solidarität mit den Angehörigen der Verschwundenen zu stärken, die Aufklärung über das Schicksal der unter Haft Verschwundenen zu fordern und darauf zu bestehen, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.

Wir werden die unter Haft Verschwundenen nicht vergessen und nicht zulassen, dass sie vergessen werden.

ICAD (International Comitee Against Disappearances)
14.05.2026

 

Previous Post

LASST UNS DEN KAMPF FÜR DIE FREIHEIT VON EVA UND AHMET VERSTÄRKEN!

Next Post

SAVE PROSFYGIKA – SOLIDARITÄT MIT DEN HUNGERSTREIKENDEN IM KAMPF FÜR DEN ERHALT DER PROSFYGIKA!

Next Post
SAVE PROSFYGIKA – SOLIDARITÄT MIT DEN HUNGERSTREIKENDEN IM KAMPF FÜR DEN ERHALT DER PROSFYGIKA!

SAVE PROSFYGIKA - SOLIDARITÄT MIT DEN HUNGERSTREIKENDEN IM KAMPF FÜR DEN ERHALT DER PROSFYGIKA!

1TUTSAKLARIN SESİ PLATFORMU PRISONERS VOICE PLATFORM-2

© 2023 | Prisoners Voice Platform

Privacy Policy

  • STARTSEITE
  • ÜBER UNS
  • PRESSE
    • ERKLÄRUNGEN
    • REPORTAGE
    • AKTIVITÄTEN
  • KONFERENZ 2025
  • GEFANGENE
    • ADRESSEN VON GEFANGENEN
    • BRIEFE
  • KONTAKT
  • BROSCHÜREN
  • TR | EN | FR
    • Türkçe
    • English
    • Français

©2023 | Prisoners Voice Platform

Prisoners Voice Platform | Tutsakların Sesi Platformu We would like to show you notifications for the latest news and updates.
Reddet
Bildirimlere İzin Ver