Aufruf zur Solidarität mit Bella Demhat!
Die politische Aktivistin und kurdische trans Frau Bella Demhat wurde am Abend des 29.05 in Schweden von der Polizei festgenommen und in Abschiebehaft gebracht. Obwohl sie bereits seit 2017 in Schweden wohnt in dem Versuch Schutz vor Verfolgung, Diskriminierung und Bedrohung zu suchen, wurde ihr Asylantrag vom schwedischen Staat endgültig abgelehnt, trotz ihrer Schilderungen über Todesdrohungen und den Risiken, denen sie als trans Frau und Kurdin ausgesetzt ist. Sie verließ die Türkei, nachdem sie aufgrund ihrer Beteiligung bei der Pride in Istanbul verhaftet und von der Polizei geschlagen wurde. Seitdem erfährt sie Todesdrohungen – unter anderem auch von ihrer eigenen Familie.

Nachdem sie diese Ablehnung auf ihren Asylantrag anfechtete, stützte auch das UN Menschenrechtskomitee den Beschluss ihrer Abschiebung.
Aktuell befindet sie sich daher akut von einer Abschiebung in die Türkei bedroht.
Eine Abschiebung in die Türkei würde Bella einer großen Gefahr für ihre Sicherheit und ihr Wohlergehen aussetzen. Die Rechte von trans Personen und anderen LGBTI+ Personen werden dort weiterhin massiv eingeschränkt und angegriffen, während Diskriminierung, Gewalt und gesellschaftliche Ausgrenzung alltägliche Realität sind. Laut unterschiedlichen Menschenrechtsorganisationen stellt der türkische Staat einer der gefährlichsten Länder für trans Personen dar. Nicht nur aber, dass sie als LGBTI+ Person verfolgt und bedroht wird, genauso erfährt sie aufgrund ihres allgemeinen politischen Engagements aber auch aufgrund der Tatsache das sie Kurdin ist Angriffe und Repressionen. Eine Abschiebung könnte für sie ein Todesurteil bedeuten.
Wir rufen alle dazu auf, den Fall von Bella Demhat öffentlich zu machen, Druck auf die zuständigen Behörden auszuüben und sich gegen ihre Abschiebung einzusetzen!
